Das Konzept

Das Konzept

Die Knirpse befinden sich seit 2018  in der Trägerschaft der LebensBild GmbH und bieten 15 Kindern im Alter von 1 Jahr bis zum  Schuleintritt in der Zeit von 7.30 Uhr bis 17.30 Uhr eine Betreuung. Die Gruppe kennzeichnet sich durch ihre Alters- und Geschlechtsheterogenität.

Die Einrichtung liegt im Herzen der Dresdner Neustadt auf dem Bischofsweg, nahe des Alaunparks und der Dresdner Heide. In unmittelbarer Nähe befinden sich außerdem die Straßenbahnlinie 7,8 und 13, als auch die S- Bahn Haltestelle Bischofsplatz.

Aktuell werden die Knirpse familienergänzend von 4 Fachkräften begleitet.

Die Knirpse stehen für eine „Arbeit auf Augenhöhe“, Transparenz und vor allem für die Beteiligung aller Erziehungspartner. Ein intensiver Entwicklungsaustausch in Form von täglichen Tür- und Angelgesprächen, den jährlichen Entwicklungsgesprächen sowie gemeinsamen Aktivitäten (z.B. Feste) und Höhepunkte sind Inhalte dafür. Aber auch in der Projektarbeit mit den Kindern dürfen Eltern ihre Beteiligung finden.

Eine Knirpse- Woche von Montag bis Freitag gestaltet sich durch feste Rituale, aber auch wahlobligatorische Angebote. Besonders für die Einrichtung ist das täglich frische Kochen. Danach startet die Gruppe zusammen in den täglichen Morgenkreis, der Spiele, Musikalisches, Freuden und Erlebtes als auch Anliegen der Kinder erfasst.

Die Themen der Kinder finden in kleinen und großen Projekten ihren Platz. Die Kinder lernen dabei in viele Richtungen, um alle Entwicklungsbereiche anzusprechen und Interessen zu unterstützen. Dabei ist und soll das Wissen der Kinder ganz unterschiedlich sein, um aus „vielen Teilen ein Ganzes“ zu gestalten.

Weitere Angebote der Knirpse:

  • Musikalische Früherziehung
  • Vorschule (Piratenreise als Vorschulprojekt im letzten Kitajahr, dabei besteht eine Kooperation mit der Regenbogenschule)
  • Waldtage
  • Kochen/Backen
  • Gemeinsames Einkaufen
  • Kulturelle Ausflüge (Theater, Bibliothek, Museen)
  • Sport und Yoga (Kooperation zur Kita Lillabo)

 

 Ein Knirpse Tag…

7.30 Uhr bis 9.00 Uhr                Ankommen, Frühstück, gemeinsames Kochen und Freispiel

Ab 9.00 Uhr                                     Morgenkreis,  wechselnde Angebote/ Projekte/ Ausflüge

Ab 11.00 Uhr                                    Mittagessen , Picknick (zu Ausflügen)

12 Uhr bis 14.00 Uhr                    Mittagschlaf, Mittagsruhe, Freispiel für die Wachkinder, Vorbereiten des Vespers

Ab 14.30 Uhr                                    gemeinsames Vesper

Ab 15 Uhr                                           Flexible Gestaltung…Kinder können ihre begonnenen Arbeiten fortsetzen, freies Spiel, Aufenthalt im Freien

 

Die Räumlichkeiten der Knirpse

…erstrecken sich über eine Hochparterre Wohnung in einem Hinterhaus über 115m² Wohnfläche und 180m² Gartenfläche. Den vier zur Verfügung stehenden Räumen der Kinderwohnung sind verschiedene Themen und Funktionen zuzuordnen.

Räume der Kinderwohnung:

  • Gruppen- und Gemeinschaftsraum mit Wohnküche
  • Rollenspielzimmer
  • Atelier /Werkstatt
  • Schlaf- und Bewegungsraum
  • Garderobe
  • 2 Bäder
  • Garten

 

Pädagogische Ansätze

Die Knirpse bedienen sich in ihrem pädagogischen Handeln aus einer Kombination verschiedener Ansätze. Das heißt vor allem, dass Erziehung und Lernen für sie keine pauschale Sichtweise mit sich bringt. Dabei favorisiert die Einrichtung vor allem Maria Montessori im Bereich des Selbstständigkeitsgedanken „Hilf mir, es selbst zu tun“, aber auch das Lernen mit Alltagsgegenständen soll leiten.

Die Entfaltung der Persönlichkeit im Bereich des Lernens sind Themen der Freinet Pädagogik. Es braucht eine kritische Auseinandersetzung, um Dinge zu verstehen. Der Versuch, als auch der Irrtum bilden dafür eine Basis. Viele Experimente und Exkursionen unterstreichen diese Grundsätze bei den Knirpsen.

Die Betrachtung der Gruppe und Gemeinschaft teilt  die Einrichtung mit der Reggio Pädagogik. Das „Gemeinsam“ steht im Vordergrund, genau wie ein demokratisches Gesellschaftsbild. Auch die Räume „Atelier“ sowie der Rollenspielraum, als auch die Projektarbeit sind Pfeiler des italienischen Ansatzes, da darstellendes Spiel, Malerei, plastisches Gestalten und die Sprache der Kinder als wichtiges Ausdrucksmittel betrachtet werden.

Der Wald oder auch die Natur sind für die Knirpse vor allem ein “Themenzimmer” außerhalb der Kinderwohnung. Wir bieten den Kindern eine Lernumgebung, die den zukünftigen Lernanforderungen gerecht wird. Auch halten wir den Kindern eine primäre Erfahrung in der Natur nicht vor. Dazu gehört das reizarme Spiel, das Forschen und Untersuchen natürlicher Materialien, dort vorkommende Probleme zu lösen – aber auch den Wald wahrzunehmen, dessen Grenzen zu erkennen und seinen Wert zu schätzen.  Mit regelmäßigen Ausflügen  als auch saisonalen Waldwochen möchten die Knirpse diesem Ansatz gerecht werden.

 

Eingewöhnung

Eine Eingewöhnung in unserer Kindertagesstätte startet gewöhnlich in den Sommermonaten, da in diesem Zeitraum die Gruppe von den Vorschülern verlassen wird. Wir gewöhnen in einer Kleingruppe unsere Jüngsten ab einem Jahr ein. Für die Anfangszeit sind in der Regel immer zwei Fachkräfte in der Gruppe, die vor allem in Anlehnung an das Berliner Modell von INFANS, die ersten Wochen betreuen. Insgesamt gehen wir von drei bis vier Eingewöhnungswochen aus, bieten aber individuelle Anpassung, falls Ihr Kind einen längeren Zeitraum benötigt. In diesen Wochen finden Schritt für Schritt Ablöseprozesse statt, die wir individuell der Zeit anpassen.  Ein enger und transparenter Austausch zwischen Eltern und Fachpersonal ist eine wichtige Grundlage für das Gelingen einer Eingewöhnung.

 

 

 

Integration

Im Januar 2025 etablierten wir die Knirpse als Integrations-Kita und reagieren somit einerseits auf aktuelle Entwicklungen und Bedarfe im Arbeitsfeld, aber auch auf das Bestreben sichere Rahmenbedingungen für alle Kinder zu bieten.

Die Knirpse zeichnen sich nicht nur durch ihre Arbeit in einer altersgemischten und vielfältigen Gruppe, sondern auch durch eine sehr differenzierte Arbeit am Kind, aus. Die aktuellen Rahmenbedingungen einer Gruppe von 15 Kindern und vier beschäftigten PädagogInnen ermöglichen dieses differenzierte Vorgehen.

Der Weg der Etablierung als Integrationseinrichtung ist somit der offizielle Schritt ein Lern- und Lebensort für alle Kinder mit Besonderheiten und Bedarfen zu sein.

Integration ist bei den Knirpsen somit kein losgelöster Status , sondern eine inklusive Denkweise , die auch temporäre Lebenslagen der Kinder aufgreift. Unsere Werte sind geprägt von einem hohen Maß an Gemeinschaftssinn, gegenseitigem Respekt, sozialer Sensibilität und Toleranz, die es als Integrationseinrichtung braucht.

Wir haben die Möglichkeit 2 Integrationskinder in unserer Familiengruppe zu begleiten. Die 4 thematischen Kinderräume der Kinderwohnung ermöglichen die differenzierte Arbeit als Rückzug.

Als Richtlinie für Integration bei den Knirpsen wird die Sächsische Kindertagesstätten Integrationsverordnung, die in §4 den Integrationsfachkraft- Kind-Schlüssel (§4 SächsKitaIntegrVO) regelt.

 

 

Vorschule

Im Vorschulbereich steht die Begleitung des Übergangs zur Schule im letzten Kitajahr im Mittelpunkt und damit die Vorbereitung und Sicherheit, sich in ein neues System gut einzufinden. Thematisch widmet sich dieses letzte Jahr der „Großen Knirpse“ einer "spielerischen" Piratenreise, die in erster Linie auf die Stärkung der erforderlichen sozialen Kompetenzen(Gemeinschaftskompetenzen) ausgelegt ist.

Der Umgang in der Vorschule ist verbindlicher und mit einer bestimmten Erwartung an Bereitschaft, Motivation und Anstrengung verknüpft. Der Fokus liegt auf die sich anschließende Grundschulzeit und erleichtert den Kindern die später geforderten Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Geduld, ein hohes Maß an Gruppenkompetenzen und eigene individuelle Stärken herauszustellen. Der Einsatz von Alltagsmaterialien und der Ansatz vom „Greifen zum Begreifen“ (siehe Maria Montessori) sollen unser Angebot des Heranführens an die Schule unterstützen.