Eine Treppe führt hinunter zu einem Kellereingang eines Gebäudes. Über der Tür hängt ein Schild mit der Aufschrift Begegnungsstätte, einem Logo und Kontaktinformationen. Ein Besen und eine Kehrschaufel stehen neben der Tür; der Bereich ist sauber und ruhig.

Wir spenden für den Obdachlosenverein

Im Dezember vergangenen Jahres hatten wir einen Adventskalender der etwas anderen Art.

Auch wenn sich Groß und Klein natürlich über Schokolade und Süßigkeiten freuen, befand sich in unserem schön verpackten Aktionskalender diese Karte:

Eine Karte auf einer hölzernen Oberfläche zeigt den deutschen Text Spendenpaket für eine soziale Einrichtung vorbereiten über einer Illustration eines geschlossenen Kartons.

Spenden? Soziale Einrichtung? Was ist das denn?

Nachdem die Kinder alles darüber erfahren durften, sprudelten sie schon so vor Ideen, wem man alles helfen könnte und wer Spenden dringend nötig hat:

 „Menschen, die auf der Straße leben müssen“

„Menschen an Bahnhöfen“

„Alte Menschen“

„Menschen im Krankenhaus“

„Arme Menschen“

Ein paar Wochen sammelten wir fleißig in Schuhkartons verschiedenste Dinge, die die Knirpse für passend hielten:

Geld, Nahrungsmittel, Räucherkerze, eine Decke, Kissen, Hundefutter, Leckerlis, eine Mütze, Schals, ein gemaltes Bild, Seife, Wasser.
Und als die 3 Kartons prall gefüllt waren, brachen wir im Januar bei eisiger Kälte auf und brachten die Spenden zur Begegnungsstätte:

„Dresdner Bürger helfen Dresdner Obdachlosen und Bedürftigen e.V.“ in Strehlen.

Es ist unvorstellbar für uns, dass es Menschen gibt, die kein eigenes Zuhause haben aber umso schöner ist es, dass es Menschen gibt, die ehrenamtlich helfen.
Obwohl wir sehr spontan anreisten und der Verein nichts von unserem Vorhaben wusste, wurden wir von der Vereinsmitarbeiterin sehr herzlich empfangen und durften sogar Einblicke in die Begegnungsstätte erhaschen.

Wir schauten uns den Aufenthaltsraum, die Küche, den Wäscheraum und sogar das Badezimmer an. Hier ist alles kuschlig warm, liebevoll eingerichtet und sehr ordentlich. Es stehen warmer Tee, Kaffee und Süßigkeiten bereit.

In der Küche köchelt bereits das Mittagessen.
Wir sind alle gerührt von so viel Herzlichkeit und so viel Hilfsbereitschaft aller Menschen, die da arbeiten und von allen, die so gern spenden.

 

Eine Gruppe von Kindern mit Wintermützen und Mänteln betritt einen Raum, in dem ein Erwachsener an einem Schreibtisch mit Kisten sitzt; ein weiterer Erwachsener steht in der Nähe. In dem Raum gibt es ein Regal, Fotos an der Wand und Zettel an der Tür.

 

 

Ganz neugierig schauten die Knirpse in den Aufenthaltsraum und die Mitarbeiterin des Vereins erklärte alles und stellte uns gegenseitig vor. Wir trafen dort Menschen, die nicht obdachlos sind aber die sich eigenes Essen kaum leisten können.

Die Räume des Vereins haben täglich von 9- 15 Uhr geöffnet und bieten den Bedürftigen warmes Essen, frische Kleidung, Decken, Duschen und ein WC.

Die Menschen, die sich gerade mit Kaffee und Tee aufwärmten, freuten sich über den Besuch der kleinen Knirpse.

 

 

 

 

 

 

Eine Küche mit Spüle, Herd und Tresen. Auf dem Herd stehen ein Topf mit Essen und eine Pfanne. Darüber befinden sich Regale mit Körben und Küchenutensilien. Ein Fenster mit durchsichtigen Vorhängen lässt natürliches Licht über einem Heizkörper herein.

 

 

 

 

 

 

In der Küche kochte ein ehrenamtlicher Mitarbeiter schon fleißig das Mittagessen. Alle Zutaten sind Spenden von außerhalb und wir bekamen Fotos zu sehen, wie schön das Essen angerichtet wird. Den MitarbeiterInnen ist es wichtig, mit viel Liebe zum Detail zu arbeiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Gruppe von Kindern in bunten Jacken und Hüten beobachtet einen Erwachsenen, der in einem Raum voller Regale mit gefalteter Kleidung, Schachteln und Aufbewahrungsbehältern einen roten Gegenstand vorführt.

 

 

 

 

 

 

 

Über den Wäscheraum wurde am meisten gestaunt. So viele Kleidung, die hier gespendet wurde, liegt frisch gewaschen, sortiert und beschriftet in den Regalen und steht den Menschen zur freien Verfügung. Der Verein freut sich über Kleiderspenden ab der Größe L, diese wird am meisten benötigt.

 

 

 

 

 

 

 

Zum Abschluss bekamen die Kinder tatsächlich noch Schokolade geschenkt. Ganz interessant war zu beobachten, wie unterschiedlich mit diesem Geschenk in diesem Rahmen umgegangen wurde. Manche verspeisten die Schokolade sofort, andere wiederum hoben diese bis zur Abholung der Eltern auf und präsentierten es voller Stolz.

Wir haben an diesem Tag viel gelernt: Wie wichtig ein eigenes Zuhause, frische Kleidung und eine warme Mahlzeit ist und wie gut es ist, nicht nur zur Weihnachtszeit an bedürftige Menschen zu denken und ihnen zu helfen, sondern auch an allen anderen Tagen. Wir sind uns alle einig, dass wir auf alle Fälle wiederkommen und nochmal spenden möchten.

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